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Letzte Änderung

20.03.2017

Bei einem medizinischen Notfall können Minuten über Leben und Tod eines Menschen entscheiden. Ein wichtiges Glied in der Rettungskette sind "First Responder" oder Ersthelfer vor Ort, die in der Zeit vom Notfallereignis bis zum Eintreffen des qualifizierten Rettungsdienstes, des Notarztes oder Rettungswagens, das sogenannte "therapiefreie Intervall", überbrücken. Man geht davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Kammerflimmern, eine häufige Form des Kreislaufstillstands, nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, die Chance für das Überleben um 10 % sinkt. Nach etwa 6 - 8 Minuten ohne Sauerstoff-versorgung treten schwere irreversible Schäden am Hirn auf.  In der Regel ist der Rettungsdienst von Gerolstein in 5-7 Minuten in Pelm. Sollte dieser sich aber bereits in einem Einsatz befinden, muss auf Rettungskräfte aus Daun, Jünkerath oder Kelberg zurückgegriffen werden. Damit verlängert sich natürlich auch das therapiefreie Intervall maßgeblich. Unsere First Responder wohnen in Pelm und können so meist schneller als der Rettungsdienst an der Unfallstelle oder in der Wohnung von lebensbedrohlich erkrankten Patienten eintreffen. Die Ersthelfer ersetzen nicht den Notarzt und Rettungswagen. Konkret heißt dies, dass die vom Deutschen Roten Kreuz speziell ausgebildetenErsthelfer zeitgleich mit dem Rettungsdienst bei bestimmten Notfällen (z.B. bewusstlose Personen, starke Blutungen, Verkehrs-unfälle, Atemstörungen oder Herzinfarkt) alarmiert werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Notarztes führen  sie   bereits

Pelmer Ersthelfer Alarmierung über Notrufnummer 112

entsprechende lebenserhaltende Maßnahmen durch. Seit Anfang des Jahres sind zwei First Responder in Pelm unterwegs. Im Mai wurden drei weitere Ersthelfer vom DRK ausgebildet, so dass nun fünf Pelmer Mitbürger von der integrierten Leitstelle in Trier alarmiert werden können. Diese ist Tag und Nacht unter der Notrufnummer 112 zu erreichen. Das Angebot der First Responder ist eine rein freiwillige Leistung, die sich auf ehrenamtliches Engagement stützt. Die freiwilligen Helfer leisten alltäglichen Arbeiten und Verpflichtungen.

Daher kann eine 100% Abdeckung nicht vollends gewährleistet werden. Der reguläre Rettungsdienst kommt aber in jedem Fall. Die Ortsgemeinde Pelm hat für dieses System die Ausstattung und den Notfallrucksack incl. Früh-Defibrillator angeschafft. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden. Herzlichen Dank an die Spender für die großzügige Unterstützung und an die Ersthelfer für ihr soziales Engagement.